Cybermobbing und Sexting

Cybermobbing und Sexting sind unangenehme und rechtswidrige Phänomene, die aus der Onlinekommunikation mit elektronischen Geräten wie dem Smartphone oder Tablet entstehen können. Beide unterliegen keiner zeitlichen Einschränkung, das Publikum ist unüberschaubar und die Inhalte können sich sehr schnell verbreiten.

Definition Cybermobbing

Cybermobbing nennt man Mobbing unter Zuhilfenahme moderner Kommunikationsmittel. Die absichtliche Beleidigung, Bedrohung, Bloßstellung und Belästigung Anderer findet per Email, Chat, Handy, in sozialen Netzwerken oder auf Videoportalen statt. Die ausbleibende Gegenüberstellung macht nicht nur körperliche Kraftverhältnisse unwichtig, sondern führt auch dazu, dass der Täter keine direkte Reaktion seines Opfers beobachten kann. So können die Schwere des Angriffs und die resultierende Verletzung nicht abgeschätzt werden, was wiederum das emphatische Empfinden verhindert. Cyber-Mobbing scheint kein Randphänomen zu sein. Aktuelle deutsche Studien sprechen von teils hohen Zahlen von Betroffenen.

Definition Sexting

Da Cybermobbing aus Sexting resultieren und somit den Betroffenen schaden kann, sind die beiden Begriffe eng miteinander verknüpft. Die Wortschöpfung Sexting setzt sich aus den Worten „Sex“ und „Texting“ zusammen und bezeichnet das Versenden von Nacktbildern oder pornographischem Bildmaterial über Smartphones oder soziale Medien im Internet. Auch Kurznachrichten mit sexuellen Inhalten werden unter dem Begriff zusammengefasst. Die Inhalte werden über Plattformen wie zum Beispiel Facebook, Whatsapp und Snapchat an eine Person oder an eine Gruppe gesendet. Das kann zur Gefahr werden, denn die versendeten Fotos werden häufig weitergeschickt und verbreiten sich schnell und unkontrollierbar, wenn sie in falsche Hände geraten. Wenn die Inhalte einmal im Netz sind, kann man sie kaum vollständig entfernen. Gründe für Sexting liegen zum Beispiel darin, dass Jugendliche sich gerne mit anderen vergleichen und ihr Selbstwertgefühl stärken möchten. Außerdem können Mädchen von ihrem Freund unter Druck gesetzt werden, sodass erotische Fotos als „Liebesbeweis“ gefordert werden. Einige Fotos werden zudem aus Rache nach dem Ende einer Freundschaft oder Beziehung verschickt.

Rechtslage

Das Versenden von Nacktbildern Minderjähriger ist strafbar und kann strafrechtliche Folgen haben, auch dann, wenn sich Minderjährige selbst nackt fotografieren oder filmen. Unter Druck entstandene Bilder fallen außerdem unter Erpressung und Nötigung, ebenso, wenn sie später zu diesem Zweck missbraucht werden. Grundsätzlich gilt, dass man keine erotischen Aufnahmen oder Nacktbilder von sich erstellen und weiterschicken sollte, da diese schnell in falsche Hände geraten können.

Prävention

Im Unterricht oder im Rahmen von Medienkompetenztrainings, wie sie neben dem Medienzentrum von vielen medienpädagogischen Stellen angeboten werden, kann man die Schülerinnen und Schüler für eine verantwortungsbewusste Nutzung von digitalen Kommunikationsmitteln sensibilisieren. Das Medienzentrum hält zur gesamten Thematik Material (Filme, Unterrichtsmaterial, Flyer) für Sie bereit.

 

link icon Information zum Cyber-Mobbing von Klicksafe

link icon Was tun bei Cyber-Mobbing - Materialien für den Unterricht

link icon Aktiv gegen Cyber-Mobbing - Unterrichtsmaterialien

link icon Film: Let's fight it together

link icon Cyber-Mobbing (Rapvideo)

 

Quellen:

http://www.projuventute.ch/fileadmin/kundendaten/angebote/medienprofis/downloads/de/Medienprofis_Merkblatt_Sexting_Eltern_DT.pdf (24.03.2014)

http://www.jugendundmedien.ch/chancen-und-gefahren/gefahren-im-ueberblick/sexting.html (24.03.2014)

http://www.handysektor.de/porno-gewalt/detailansicht/article/ist-sexting-strafbar.html (24.03.2014)

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